Die 24 Stunden von Le Mans auf Inlineskates

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Circuit des 24h du Mans, so nennt sich das für mich ungewöhnlichste und spannendste Rennen, das ich je bestritten habe.

Mit dabei waren Markus, Siggi, Adam und Sabine. Ja, wir haben es tatsächlich geschafft einen Abteilungsausflug der besonderen Art durchzuführen.

Das Besondere daran?

  1. Erst einmal die Organisation, schließlich muss die Verpflegung stimmen.
  2. Es wird im Team gefahren, einer ist immer auf der Strecke.
  3. Absprachen über die gefahrenen Zeiten, Stabwechsel, Chip nicht vergessen und nicht verpennen – nicht wahr Markus…?.
  4. Wie kann man am besten die Ruhezeiten sinnvoll gestalten?
  5. Wie kann man 24 Stunden lang die Konzentration und den Wechsel zwischen Entspannung und Anspannung hinbekommen.
  6. Und nicht zu vergessen wie fährt es sich nachts?    

Der Moderator vor Ort

Eins ist sicher, wir haben es geschafft und haben sichtlich gelöst, etwas müde und voller positiver Eindrücke das Rennen beendet. Fairerweise muss erwähnt werden dass Adam das Rennen beendet hat. Ihn konnte noch nicht einmal der einsetzende Regen, ausgerechnet in den letzten 2 Stunden abhalten. Er hat auf Regenrollen gewechselt und die letzten Runden alleine durchgezogen.

Wir anderen haben schon mal unsere Verpflegungssachen, einschließlich Liege, Klappstuhl und Decken etc. zum Campingplatz gebracht und mit dem Einpacken angefangen. Den Traum vom stundenlangen Duschen und Schlafen in einem vernünftigen Bett vor Augen.

Dann wurde noch die Siegerehrung besucht. Es gab SolofahrerInnen, die die Strecke im Alleingang genommen haben. Bei der Siegerehrung mussten Sie zum Siegerpodest gestützt werden.

Jetzt werdet ihr fragen wieso das? 24h auf dem Rad ist doch auch nicht sooooo schlimm.

Der Unterschied zum Rad ist – beim Skaten gibt es keinen müden Tritt wie beim Radfahren. Man hat immer das ganze Gewicht auf einem Bein, weniger geht nicht. Und beim Radfahren hat man selten so lange soviel Druck im Bein. Also um es klar zu sagen, Skaten ist eigentlich denkbar ungeeignet für die Ultrastrecke aus muskulären Gründen. Daher Hut ab wer es geschafft hat!

Abends wurde dann erst mal was gegessen und in Ruhe das Fußballspiel Frankreich gegen Island angeschaut, mehr oder weniger aufmerksam.

Resümee:  Wir haben zwar keinen Podestplatz erreicht, aber jede Menge Erfahrung gesammelt. Dafür, dass wir Beginner waren, haben wir uns gut geschlagen und sind mit dem 19. Platz im vorderen Drittel gelandet. 137 Runden haben wir gesamt gedreht und gemeinsam ca. 575 km zurückgelegt.

Und auf jeden Fall haben wir unser Immunsystem mal wieder ordentlich auf Vordermann gebracht – das ist jetzt auf die Hygiene bezogen…..

 

Danke an alle Beteiligten, es hat riesigen Spaß gemacht.

Monika