ELE Triathlon Gladbeck

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Der Triathlon in Gladbeck war wie immer eine schöne Veranstaltung.
Die Anreise war einfach und auch der Parkplatz schnell gefunden, wenn man weiß, wo man hin muss.
Ein wenig umständlich gestalten sich dann die Wege zur Anmeldung, einmal ums Stadion rum und zurück zum Check-In, wieder ums Stadion rum. da kann man sich gleich einmal warm laufen. Dann wieder um das Stadion herum zur Zuschauertribüne des Schwimmbades, da dies mit Kinderwagen nicht anders geht. Anschließend wieder zurück zum Wechselplatz, um die Startnummer ans Fahrrad zu hängen. Nun wurde der Weg zum Schwimmbad kürzer. Einmal direkt die Tribüne hoch und schon ist man quasi da.


Nachdem die letzten Schwimmer des ersten Laufs aus dem Wasser waren, wurde zur kurzen Wettkampfbesprechung gerufen. Dort "wollte" ich ohne Schwimmbrille hin. Zum Glück warf mir meine Frau diese noch zu. Während der Erklärungen des Veranstalters, fiel mir auf, dass ich meinen Chip vergessen hatte. Also Schwimmbadtribüne hoch, die andere Seite runter und durchs halbe Stadion zum Wechselplatz. Chip angelegt und wieder zurück zum Schwimmstart. Die Frage "Welche Bahn schwimme ich denn?" konnte mir zum Glück schnell beantwortet werden, da ich bereits "Noch 30 Sekunden!" vernahm. Also ins Wasser gehüpft, Badekappe auf und dann wurde ich noch aufgefordert, auf Bahn 4 zu schwimmen. Gesagt, getan und los ging der erste Triathlon des Jahres.


Nach, für mich erstaunlichen, 19 Minuten hatte ich die 1000m Schwimmen hinter mich gebracht. Schnell noch den Kletterschein am Schwimmausstieg gemacht und dann auf zur Wechselzone. Auf dem Weg dorthin kam mir feinster Schotter unter die Füße. Ein Teppich wäre hier schön gewesen, muss aber nich! Egal Fahrrad gefunden, Helm auf und los zum Aufstieg. Auch hier wieder ein schönes Stück Schotterbelag, so das die Füße, inklusive Sand in den Radschuhen verschwanden. Unangenehm ist da etwas untertrieben. Dies war jedoch nicht der Grund, weshalb ich so schlecht auf dem Rad war, wohl eher die Tatsache, dass der Triathlon für mich ein Vorbereitungsrennen aus dem Training heraus war und die Beine noch müde und platt vom langen Donnerstag waren. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass ich von einem Kampfrichtermotorrad auf dem schnellsten, aber auch engsten Stück der Strecke, im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst wurde. Zuerst überholt er mich und dann geht er unmittelbar in die Eisen. Auch die lautstarke Aufforderung "Gas" zu geben kam er nicht nach. (Das Video davon werde ich nicht veröffentlichen. Kommentar meiner Frau, welche die Szene filmte: "Hatten wir dies nicht so ähnlich bei der Belgienrundfahrt?") Die Strecke war, bis auf einen kleinen Nieselschauer in den letzten Runden, trocken, jedoch nicht frei von Schlaglöchern und Ausbesserungsversuchen. Mit einem unterirdischen Schnitt von 33,9 km/h sprang ich vom Fahrrad und erwartete mir nichts gutes beim Laufen. Die ersten Schritte wählte ich bewusst mit "angezogener Bremse", damit ich nicht zu schnell loslaufe. Überrascht stellte ich jedoch fest, dass es besser ging als erwartet und lief die Strecke von knapp 10km in einem 5:11/km Schnitt. Wobei ich die letzten Kilometer schneller wurde. Einfach mal schauen, was so geht.


Mit einer Zeit von 2:17:59 bin ich zwar gefühlt nicht wirklich zufrieden (ca. 5 Minuten langsamer als 2014), jedoch aus dem vollen Training zur Langdistanz heraus und dem guten schwimmen, sehe ich dies eher positiv. Mal sehen, wie es am kommenden Wochenende im Kraichgau läuft.

T.G.