WM-Vizetitel für Marion

Zugriffe: 723

WM in L`Aquila Vizetitel für Marion

WM in L`Aquila Vizetitel für Marion                                         

L`Aquila wieder eine Abenteuer – zum zweiten mal um WM- Titel betrogen

Am Samstag machte ich mich auf den Weg von Düsseldorf über Rom nach Làquila um bei der WM zum Marathon der Masters zu starten. Nach 2 Std. Flug, noch weitere 1,5 Std. mit dem Bus von der Westküste des Stiefels zur Ostküste wo L Àqulia in den Abruzzen liegt.
Nachdem im letzten Jahr die WM in China Nanijn statt fand und es abgesehen von der genialen Strecke die kurz vor dem Start noch schön mit Wasser geputzt wurde und einer Siegerehrung ohne Nationalhymne, Nachmeldungen am Vorabend und mir dann noch eine definitiv jüngere Chinesin in meine Ergebnisliste zu setzten, war schon enttäuschend. Betrogen um den WM-Titel. Über die WM in China waren schon viele Masters traurig und möchten nicht wieder dort an den Start gegen.

L Àquila in Italien hat diese Endtäuschung noch übertroffen. Im Vorfeld wurde sehr viel agiert und sah nach einer schönen Veranstaltung mit einer schönen Strecke und noch besserem Asphalt aus. Das war es dann auch. Wie in China eine chaotische Akkreditierung. Am Samstag präsentierte sich L Àquila mit seinen Sportclubs als Rahmenprogramm bei bestem Wetter. Eine gute Stimmung unter den Teilnehmern aus aller Welt. Am Abend noch zum Italiener in Italien :-) zum Pasta essen. Gut war, das wie in Dijon in zwei Blöcken gestartet wurde. (U40, U60) jeweils getrennt nach Geschlecht und (U50, U70, O70) Wo beim Rennen am Morgen noch eine kühle Prise über die Strecke fegte durfte ich mit meinem Start zur Mittagszeit, einem überhitzten, reflektierendem  Asphalt und im Laufe des Rennen mit immer mehr zunehmendem Wind an einigen Stelle auseinandersetzten. Aufgrund der schon angestiegenen Temperaturen beim Start um 11:45 h bin ich davon ausgegangen, das wir erst einmal zusammen laufen und uns in zu späterer Zeit im Rennen unsere günstigsten Positionen suchen. Das war nur ein Gedanke: Die Französin, welch in diesem Jahr in meine AK 60 gekommen ist, rannte gleich wie eine Wilde vom Start los und ich hinterher. Die anderen schon weit zurückgefallen und haben sich zusammen formiert. Immer den Blick auf die vorn laufende Französin, ein einziger Kampf an Sie ran zu kommen. Die fast ebene Strecke mit wirklich gutem Asphalt hatte etwa bei der Hälfte einen kleinen Anstieg zu einem Kreisel und von da aus konnte man nochmals über eine Absenkung Schwung nehmen um den kleinen knackigen Anstieg zu überwinden. Das dann 20 mal um 42 km zu fahren. Eine kurze Erholung war nach dem knackigen Anstieg, wo ich auch mal was trinken konnte. Ansonsten war ich nur auf der Jagt der Französin. Während meines einsamen Kampfes überholten mich 2 Männer und in der Mitte eine zweite Französin. (Regelwidrig) Oh, ich war hell wach und konnte gleich schneller skaten. Da ich nicht mit Männern fahren darf, hatte ich letztendlich die Französin mit den 2 Männern im Schlepptau.
Zu viert in der zweiten Rund verließen die Französin an dem Anstieg die Kräfte. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich schon an das baldige Ende des Rennens denken. Mit Blick auf meine Uhr, noch zwei Runden und die Füße brannten schon. Nach meinem Zieleinlauf, fix und fertig musste ich schnelle den Skate von den Füßen bekommen. Österreichische  Sportkollegen waren mir dabei behilflich und meine Füße konnten Luft hohlen.

Nun kommt es. Eine ewig lange Siegerehrung der Kinder und Jugendlichen, die gleichzeitig eine Skate-Event vor Ort hatten. Dann immer noch warten auf die Siegerehrung. Während der Wartezeit gab es schon reichlich Diskussion, das einige 19 Runden gelaufen sind und einige 20. Am Vorabend wurde wohl bekannt gegeben, das wir 19 Runden fahren fahren müssen. Da ich mit den Runden schon einmal in Dijon mir eine Platzierung auf dem Podest  vertan habe, hat mich das nicht interessiert. Für mich galt 42 km. So ist es zustande gekommen,  das in der U50 Männer Klasse der Neuseeländer nach 19 Runden gesprintet ist, mit Abstand als erster durch Ziel kam und die Gruppe vom begleitenden Motorrad auf weiterfahren aufgefordert wurde. Dies mit den 19 Runden war ein weiteres Dilemma, dann die Stundenlage Auswertung. Die Siegerehrung der WM am Rande einer Kinderveranstaltung.

Die Siegerehrung der Damen U50 mit Claudia Pechstein, wurde als zweite eine Italienerin genannt und unsere schnelle Karina von Blau Gelb Groß-Gerau als Dritte. Viele Buhrufe. Viele Skater und Besucher haben die Rennen verfolgt und konnten wissen, das stimmte nicht. Bei den Herren O70 stimmte es auch nicht. Von den 15 Startern sind nur 4 in der Wertung. Da sie 20 Runden gefahren sind und die restlichen nur 19.   

In meiner Altersklasse sollte ein Italienerin gewonnen haben, ich zweite und die Französin, welche vor mir weggelaufen ist, Dritte. Buhrufe von den Franzosen. Die Italienerin hätte disqualifiziert werden müssen, da sie sich von ihren männlichen Teamkollegen einige Runden hat ziehen lassen. Wir haben dann die Ehrung, erste Frankreich, zweit ich und Dritte Italienerin abgehalten. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, da ja keine Ergebnislisten  mit den Zeiten und Runden gab, das die Französin nur 19 Runden gefahren ist und somit das Rennen als abgebrochen galt. Fazit; ich hätte WM-Titel, die Italienerin müsste disqualifiziert werden, dann je nach Rundenanzahl die Franzosen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob die Österreicherin nicht noch dazwischen zu werten ist. Nun bin ich wieder um den WM-Titel betrogen. Nur Proteste und Buhrufe. So was hat die Welt noch nicht gesehen. Wir haben vor der Ehrung keine Ergebnisliste gesehen um schon im Vorfeld Proteste einlegen zu können. Dies wurden in einige AK`s noch vor Ort gemacht. Die Proteste laufen noch. In der Liste, die nun aufgetaucht ist, zeigt eindeutig an, das die schnelle Französin das Rennen abgebrochen hat. Ob die Wertungen noch richtig gestellt werden, tja...
Ein absolutes CHAOS. Keiner möchte mehr in Italien starten. Nur Proteste und Buhrufe. So was hat die Welt noch nicht gesehen.

Marion