Silber für Marion bei der WM in China

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2016 WM der Master in Nanjing

Ein Bericht von Marion

Den August nutzte ich speziell zur Vorbereitung auf die WM in Nanjing / China, hinzu kamen die ganzen Vorbereitungen wie Flug, Visum, Reisepass usw.  Letztendlich ging es von Berlin nach Amsterdam und von dort auf den 10stündigen Flug nach Xiamin. Ein modernes Flugzeug mit vielen Annehmlichkeiten und viel Platz. Da nicht ausgebucht, war es recht angenehm.  In Xiamin zeigte sich schon, das Dimensionen in China etwas größer und weiter sind. Von Xiamin ging es allein als einzige Europäerin weiter mit einem kleineren Flieger nach Nanjing. Der Flughafen in Nanjing noch eine Nr. größer wie Xiaming. Ich hatte mich entschlossen in der Stadt zu wohnen und nicht in der Nähe des Olympiazentrum, welches weiter außerhalb der Stadt war. Die WM nutzte ich gleich als einen kleinen Urlaub, denn wenn ich schon mal in China bin, wollte ich mir auch etwas anschauen und nah am Leben in einer 80000 Stadt zu sein. So reiste ich schon am Wochenbeginn an, um mich in Nanjin umzuschauen und genügend Zeit zu haben und mich in Ruhe auf das Rennen einzustimmen. Zur gleichen Zeit fand die WM der Aktiven und Junioren statt. Diese hatten schon einige Tage vor meiner Anreise begonnen. Die Jugend hat verschiedene Disziplinen wie Bahnrennen von 300m, 1000, 3000, Staffel usw. Bei den 300 m erreichten wir mit Simon Albrecht den WM-Titel. Die Rennen auf der Straße, d.h. auf einem Rundkurs von 800m mit Straßenasphalt wurden wiederum verschieden Rennen durchgeführt.
China ist nicht ganz unbekannt, aber der sozialistische Zug ist nicht zu verkennen. So zeigt sich der höchste Gehorsam und Pflichterfüllung an der Absperrung zu den Wettkampfstätten. Es war ein Erlebnis, diese Absperrungen der Rennstrecken nicht überwinden zu können. Ohne Akkreditierung gab es keine Möglichkeit durch die Absperrung zu kommen.  Mit eben solcher Ausdauer schaffte ich es am 2.Tag an meine Akkreditierung zu kommen und konnte mir höchst Spannende Rennen anschauen. China ist interessant, je wo man sich bewegt, ändern sich die Eindrücke von Armut bis zu einer Kopie der Frankfurter Skyline gegenüber des Olympiacenters. Trotzdem scheint es, die Menschen sind zufrieden. Vieles was ich schon so an Informationen hatte bestätigte sich. Sozialistisches Leben und Kreativität  im überleben und im Ablauf des alltäglichem Leben begegnet einem immer wieder im Laufe des Tages. Die vielen Mopeds sind elektrisch, somit blieb der Smog aus. Größere Straßen, in Touristenzentren und an Metrostationen werden Früh gewaschen und den ganzen Tag gekehrt. Nur in den Seitenstraßen funktioniert das Leben etwas anders.  Das Leben ist emsig, quirlig und auch die Seitenstraßen sind lebhaft bis spät in die Nacht.

China ist bekannt, ein Heer von Menschen organisieren zu können. Wir mussten leider feststellen, das sie 250 Sportler für die WM der Masters nicht organisieren konnten. Ein Chaos, Regelwidriges Verhalten gegen den Vorgaben des F.I.R.S. für eine Weltmeisterschaft. Am Morgen wurde die Straße geflutet, gewaschen. Das idealste für Skater, besonders im Rennen ist Nässe nicht erwünscht. Da trockenes Wetter angesagt war, hatte ich die Regenrolle im Hotel gelassen. Dann der Schock, die Straßen sind mehr als nass. Keine richtige und finale Startliste, so das man nicht wusste, wer in die jeweilige AK gehört. Ein letzte Möglichkeit war, im Startblock nach den Nr. der einzelnen AK-Gruppen zu schauen. Gemeinsamer Start der Frauen, zwar getrennt von dem gemeinsamen Start der Männer war von der Teilnehmerzahl nicht schwierig, da die Rennstrecke auf einer vierspurigen Straße stattfand. Bereits an der ersten Wende fuhren Chinesen, egal ob männlich oder weiblich die Absperrung um, da diese die Kurve/ Wende auf der vierspurigen Straße nicht schafften. Ein recht einfache Strecke mit langen Geraden und drei Wenden konnten wir es nicht besser haben. Der Winde bündelte sich zwar an einer Seite und die gefluteten Straßen trockneten ab der 3ten Runde ab. Da es die Starterliste nicht gab, versucht ich natürlich in der Altersklasse zu fahren.  Mit dem Glauben in der AK gewonnen zu haben, tauchte plötzlich in der Ergebnisliste eine Start-Nr. aus der AK 50 auf. Gleiches bei einigen AKs der Männer. Aufregung und Suche nach Informationen/ irgend einer Startliste gestaltete sich als schwierig. Irgendwo fanden wir dann eine Startliste mit handgeschriebenen Nachträgen ohne Altersangabe. Am Abend zuvor, bei der Start-Nr. Ausgabe wurden Nachmeldungen angenommen und die restlichen Start-Nr. beliebig verteilt. Mit einer absoluten Sicherheit, das in meiner AK die Chinesin keinesfalls der AK 60 angehört, vllt. nicht oder gerade mal der AK 50 muss ich mich mit dem Vize-Titel begnügen. Welch eine WM in China mit einer Siegerehrung ohne Hymne, ohne Flagge ging zu ende. So muss ich mich mit dem Vize-Titel dieser WM  begnügen.
China hat eigene Regeln und Möglichkeiten sich zu präsentieren.