Freiwassersaison 2018, Harald Weyh

Zugriffe: 20

Meine Freiwassersaison begann für mich zu früh Anfang Juni.

Swim & Run, Köln, 03.06.2018

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nicht genügend Trainingskilometer absolviert, um beim Swim & Run in Köln am 03. Juni die von mir gemeldeten 12 km erfolgreich beenden zu können.

Somit nahm ich nur mein Startrecht in Anspruch und testete das Wasser an, um bereits nach 2 km das Rennen zu beenden.

Oude Ijssel, Ulft / Niederlande, 10.06.2018

Eine Woche später fuhr ich nach Holland, um in Ulft über die 2,5 km-Strecke an den Start zu gehen. Aus dem Grund meines geringen Trainingsumfangs entschloß ich mich, die 2,5 km-Strecke zu schwimmen, die ich in 53:25 Minuten absolvierte.

Norddeutsche Freiwassermeisterschaft, Emden, 23.06.2018

Knapp 14 Tage später ging es am 23. Juni nach Emden zur Norddeutschen Freiwassermeisterschaft. Zu dem Zeitpunkt hatten wir bereits eine ganze Reihe von warmen Tagen und ich hatte mein Training in der 6-Seen-Platte bereits aufgenommen. Von Emden kamen dann aber Nachrichten, dass das Wetter kälter würde und man uns über die aktuellen Wassertemperaturen informieren würde.

Vor meiner Abfahrt nach Emden meldete man dann noch 19,5 °C – trotzdem entschloss ich mich, vorsichtshalber den Neoprenanzug mitzunehmen.

Dort angekommen berichtete man mir von 18,5 °C aktueller Temperatur.

Ich entschloss mich nach dem Fingertemperaturtest zum Benutzen des Neoprenanzugs.

Letztendlich gaben immerhin ein Drittel des Feldes offensichtlich wegen der geringen Wassertemperaturen auf.

Am nächsten Tag hätten für mich noch die 5 km auf dem Programm gestanden und nun wurde die Wassertemperatur mir 16,5 °C angegeben und nur noch Starts mit Neoprenanzug zugelassen, so dass gerade noch 8 Schwimmer starteten – ich hatte mich gegen einen Start entschieden.

Langstreckenschwimmen, Erfurt-Stotternheim, 28.07.2018

Einen Monat später fuhr ich nach Thüringen nach Erfurt.

Dort nahm ich zunächst am 1 km-Rennen teil, das ich in 25:36min. absolvierte. Nach etwas über einer halben Stunde Pause nahm ich noch an den 2 km teil, die ich in 53:59 min. absolvierte.

Erstmals in dieser Saison gab es Diskussionen und Zweifel an den Streckenlängen, die hier in Erfurt als „zu lang“ bezeichnet wurden.

Quer durchs Meer, Bad Zwischenahn, 11.08.2018

Im hohen Norden beteiligte ich mich an der Breitensportveranstaltung über 3,2 km.

Zunächst wird man mit einem Fahrgastschiff auf die andere Seite des Zwischenahner Meeres gebracht, wo der Start erfolgt.

Bei der Wettkampfbesprechung vor der Abfahrt mit dem Schiff hat man kaum einen Windzug gespürt und ich lächelte leicht, als von „etwas Wind“ in der Mitte des Sees gesprochen wurde.

Schon bei der Überfahrt und erst recht vor dem Start merkte man dann aber, dass das ein recht heftiger Gegenwind ist und das von Anfang an.

Nach 1:18,30 Std. konnte ich die Strecke bewältigen.

U-See Schwimmen, Düsseldorf, 19.08.2018

Beim Schwimmen durch den Unterbacher See entschied ich mich für die längste angebotene Strecke über 3,3 km.

Aufgrund der bereits lang anhaltenden hohen Temperaturen stand die Austragung lange auf der Kippe.

Bei der Besprechung wurde dann darauf hingewiesen, dass das Mähboot in den letzten Tagen fleißig war und man „hin und wieder“ in Äste oder Sträucherteile greifen könnte.

Beim Schwimmen stellte sich heraus, dass man kaum einmal 5 Armzüge machen konnte, ohne in irgendetwas reinzugreifen.

Einmal verfing sich sogar etwas Grünzeug in meiner Nasenklammer, so dass ich Angst hatte, dass ich meine Nasenklammer dadurch verlieren könnte, so dass ich anhielt und das Grünzeug entfernte.

Nach 1:09,40 Std. hatte ich das Ziel erreicht und war damit fast 6 Minuten schneller als im Vorjahr.

Mittelrheinmeisterschaft, Fühlinger See, Köln, 25./26.08.2018

Für dieses Wochenende hatte ich mir ein Mammutprogramm auferlegt, was insgesamt 11.750 m aufgeteilt auf 5 Rennen umfasste.

Es begann am Samstag mit der Sprintdistanz über 500 m, die ich in 9:46 min. absolvierte und damit 47 Sekunden als vor 2 Jahren, als ich in Köln erstmals über diese Distanz an den Start ging.

Zu meiner Überraschung wurde ich dann als Erster in meiner Altersklasse geehrt und hatte sogar 2 Mitstreiter.

 

Somit hatte ich erstmals die Ehre auf dem höchsten Siegertreppchen zu stehen und auch noch rechts und links daneben 2 Altersklassekonkurrenten.

Die 2,5 km zum Abschluß des Tages habe ich dann in 53:54 min. absolviert.

Am Sonntag schwamm ich die 5 km in 1:53,25 Std., gefolgt von den 1.250 m Jedermann, die ich in 27:08 min. hinter mich brachte.

Beim Rauskrabbeln aus dem Wasser begann man gerade mit der Wettkampfbesprechung für die 2,5 km Jedermann, die dann mein letztes Schwimmen an dem Wochenende sein sollte.

Hier merkte ich dann, dass ich eben schon ein wenig was vorher gemacht hatte und benötigte somit 1:03,30 Std. und somit fast 10 Minuten langsamer als am Vortag.

Freiwassermeisterschaft Bezirk Aachen, Eschweiler, 02.09.2018

Auch diesmal entschied ich mich zu einem Doppelstart.

Bei den 5 km erzielte ich eine Zeit von 1:53,43 Std. und somit fast die identische Zeit wie ein Woche vorher in Köln. Die Zeit von Eschweiler halte ich aber für wertvoller, da hier im Gegensatz zu Köln ein eigenes Orientieren notwendig ist, während in Köln man quasi in einem großen Swimmingpool schwimmt, da man auf dem Großteil des Weges man sich an dem Stahlseil orientieren kann, das nur wenig unter Wasser die kleinen „Bojen“ oben auf dem Wasser festhalten.

Außerdem wurde ich für den 2. Platz in meiner Altersklasse ( von 2 ) geehrt.

Die 1.250 m danach beendete ich in 28:49 min. und damit über 1 ½ Minuten langsamer als in Köln eine Woche zuvor. 

Masters-Europameisterschaft, Bled / Slovenien, 08.09.2018

Einer meiner Höhepunkte der Saison sollte die Teilnahme an den Masters-Europameisterschaften sein. Nach der Ankunft in Bled mußte ich aber erfahren, dass ich am Sonntag nach dem Start um 10 Uhr erst in der Startwelle um 16.40 Uhr dran wäre, da es so viele Startwellen gibt, um immer etwa 30 Schwimmer pro Startwelle jede 20 Minuten auf die Reise zu schicken.

Es hatten sich rund 1.000 Teilnehmer für die 5 km angemeldet.

Ich hatte meine Rückfahrt mit dem Flixbus allerdings schon für 16.20 Uhr gebucht, so dass ich schweren Herzens auf den Start am Sonntag verzichten musste.

Die 3.000 m am Samstag absolvierte ich in 57:20 min., was eine Superzeit für mich wäre, wenn es da nicht nach dem Rennen Gerüchte über eine zu kurze Strecke gegeben hätte.

Dies ist eigentlich kaum nachzuvollziehen, da in Bled schon mehrfach Weltcups im Freiwasserschwimmen, übrigens am Sonntagmorgen auch ein Rennen für den Europacup, stattgefunden haben und man doch eigentlich genügend Erfahrungen mit Vermessungen haben sollte. Auch die Form der Schwimmstrecke mit quasi einer 1, die man einmal auf der einen Seite zu umschwimmen hatte und auf der anderen Seite wieder zurück und somit 2 lange Geraden ergab, sollte einer korrekten Messung eigentlich entgegenstehen.

Die Häufung von sehr guten Zeiten sprachen aber eine andere Sprache.

Swim the Island, Golfo del Isola / Italien, 07.10.2018

Als weiteren Höhepunkt in diesem Jahr hatte ich mir 2 Schwimmen in Italien ausgesucht, die ich mittels Besuch unter anderem von Rom verband.

Zunächst ging es in die Nähe von Genua, wo „Swim the Island“ stattfand.

Dabei gab es tatsächlich eine kleine Insel, die man bei den beiden längsten Schwimmstrecken tatsächlich umschwimmen mußte.

Ich hatte mich für die Kombinatswertung, also Kurzdistanz über 1.800 m und Langdistanz über 6.000 m zu schwimmen, entschlossen.

Vom Veranstalter erhielt man einen gelben aufblasbaren Ball, den man mittels mit geliefertem Bindfaden um seinen Bauch binden sollte und damit diesen Ballon hinter sich herziehen sollte.

Der Bindfaden war allerdings recht kurz, so dass ich nicht wie in der „Bedienungsanleitung“ beschrieben, mittels Knoten und einem kleinem Abstand zu meinem Rücken einen kleinen Abstand machen konnte.

Somit hatte ich dann beim Schwimmen das Geführ, immer wieder den Ballon unter Wasser zu ziehen und somit quasi eine eigene Bremse dabei hatte,

Somit fiel die Schwimmzeit für die 1,8 km mit 42:14 min. auch recht dürftig aus.

Nach ca. 3 Stunde Pause ging es dann auf die 6 km-Strecke. Nach der Erfahrung vom Vormittag hatte ich mir natürlich einen längeren Bindfaden besorgt und der „Morgeneffekt“ trat nicht mehr auf.

In 2:06,20 Std. stand dann auch eine recht gute Zeit am Ende fest.

Damit erreichte ich Platz 72 von 73 in der Kombinatswertung.

Wenn man alle Teilnehmer rechnet erreichte ich über 1,8 km Platz 571 von 898 Teilnehmern und über 6 km Platz 280 von 301 Teilnehmern.

Swim Trek Sardinia, Italien, 21.-23.10.2018

Letztes Jahr in Marokko hatte man mir diesen Wettbewerb so warm ans Herz gelegt, so dass ich daran unbedingt teilnehmen wollte,

Dabei sollte an 3 Tagen hintereinander die Distanzen über 6 km, 8 km und 5 km, zusammen also 19 km geschwommen werden.

Es hatten sich 57 Teilnehmer aus 10 Ländern ( Italien / Schweiz / Österreich / Spanien / Dänemark / Schweden / Luxemburg / Großbritannien / Russland und Deutschland ), davon 33 Frauen und 24 Männer angemeldet und waren angereist.

Außer mir gab es noch eine Schwimmerin aus Stuttgart, die ich vorher aber nicht kannte.

Unser Domizil lag auf Sardinien in einer großen Ferienanlage, die sowohl Appartments, Wohnmobile, Campingwagen und Zeltplätze umfasste.

Am 19.10. standen zunächst die 6 km auf dem Programm.

Dazu wurden wir mit 3 Motorbooten zu einem felsigen Strand gebracht, wo man über spitze Steine an den Strand kommen musste und nach dem Start auch wieder rein.

Bereits beim an den Strand kommen hatte ich mir an einem Finger einen Ratscher eingefangen, der auch blutete.

Jedoch konnte man mir auch kein Pflaster besorgen, so dass ich froh darüber war, dass der Start nicht so schnell erfolgte und die Wunde wenigstens aufgehört hatte, zu bluten.

Ich Nachhinein hörte ich dann, dass eine Teilnehmerin in einen Seeigel getreten war und man einige Zeit brauchte, die Dornen aus ihrem Fuß zu ziehen.

Um es vorwegzunehmen: Auch an meinen Füßen mußte ich nach dem Schwimmen mehrere „beschädigte“ Stellen feststellen. Laut Re-Briefing am Abend sprach man dann davon, dass wohl kaum einer ohne Ledierungen davon gekommen wäre.

Briefings / Besprechungen / Siegerehrungen usw. wurden übrigens immer in italienisch, englisch und französisch durchgeführt.

Die angeblichen 6 km konnte ich in 1:40,50 Std. absolvieren, meine Bestzeit über 5 km liegt bei 1:38,45 Std. und auch die waren schon als zu kurz verdächtrig.

Zur Erinnerung: Gerade 12 Tage zuvor hatte ich diese Strecke 25 Minuten langsamer absolviert !

Die Strecke ist natürlich für alle gleich, deshalb ist der Vergleich zu allen anderen Teilnehmern interessant:

Ich konnte insgesamt Platz 39 von 57 Teilnehmern erzielen, außerdem Platz 21 von 24 Männern

Am nächsten Tag standen dann die 8 km auf dem Programm, Nachdem man auch von Veranstalterseite von „etwas kürzer“ bei den 6 km sprach, wurden die 8 km als eher „etwas länger“ bezeichnet.

Bei der Fahrt zum Start wurde uns übrigens immer „in echt“ die Strecke gezeigt und man konnte somit immer die Strecke aus 3 Blickwinkeln betrachten:

Einmal auf der schematischen Zeichnung bei der Besprechung und den Aushängen, dann beim Schnellabfahren vom Ziel bis zum Start und am Ende durch selber schwimmen – erstaunlich, dass das immer die gleiche Strecke war !!

Da ich diese Streckenlänge in diesem Jahr noch nicht geschwommen war, hatte ich schon etwas Bammel, wozu ja das „etwas länger“ bei der Besprechung noch beitrug.

Das Schwimmen verlief dann recht gut, auch wenn ich dann auch ganz froh war, nach 2:46,48 Std. das Ziel erreicht zu haben.

Das war in der Gesamtwertung wieder der 39. Platz, allerdings diesmal Platz 19 bei den Männern.

Am Sonntag standen dann noch die 5 km auf dem Plan, somit die auf dem Papier kürzeste Strecke.

Diesmal hatte man sich für einen Rundkurs entschieden, da man eine Genehmigung zum Durchschwimmen eines Naturschutzgebietes nicht erhalten hatte.

Diese Strecke erschien dann bei der „Streckenbesichtigung“ beim Hinfahren als recht einfach, so dass ich mir überlegte, das ohne Neoprenanzug zu schwimmen.

Im Nachhinein zum Glück war das nur eine Überlegung, denn auf dem Kurs begleiteten uns Wellen und Gegenströmungen, wie wir sie auf den beiden ersten Strecken nicht gehabt hatten.

Ich war dann nach 1:55,15 Std. froh, das Ziel erreicht zu haben, was damit über 14 Minuten langsamer war als bei den 6 km am ersten Tag.

Erstaunlicherweise hatte ich dabei Platz 33 gesamt und Platz 18 bei den Männern mit der Gesamtzeit von 6:22,53 Std. erreicht.

Somit konnte ich in der Gesamtwertung über die 3 Tage Platz 35 erreichen und war 18. Mann von 24.

Alle 57 Teilnehmer hatten alle 3 Schwimmen absolviert, keiner hatte irgendwo aufgegeben.

Gesamtstatistik:

Somit konnte ich bei 20 Freiwasserwettkämpfen, wovon ich 19 beendete insgesamt 64,3 km schwimmen, wofür ich insgesamt 17:30,17 Std. ( ohne den nicht beendeten Wettkampfs ) benötigte.