Seniorinnenliga Verl - ASV-Sieg

Zugriffe: 1198

Bei heißem Wetter machten sich vier unerschrockene Damen auf den weiten Weg nach Verl, um zum ersten Mal in Mannschaftsstärke (mit gemeldetem Ersatz im offenen Feld) bei einem Liga-Wettkampf am Start zu stehen. Das stand am Samstag auf der Kippe, weil eine davon 5h im Krankenhaus verbrachte. Glücklicherweise gab es kein Sportverbot (der Heilung förderlich sei eine Teilnahme sicher nicht) und nach einer eisgekühlten Nacht wurde beschlossen das Ding ins Ziel zu humpeln - ein Zehner geht immer! Nach anfänglicher Platznot wurden dann doch noch drei Plätze im Ligabereich für Heike Kalweit, Heike Plück und Birgit Schellöh frei, so dass sie trotz rechtzeitiger Anreise nur kurz vor knapp noch zur Wettkampfbesprechung eilen konnten. Ein Dank hier an Heike Plück, die mit ihrem Mann Theo (der als Startnummernüberbringer und Haus- und Hoffotograf fungierte - DANKE!) schon tags zuvor angereist war und die Lage erkundet hatte sowie die Unterlagen frühzeitig besorgt hatte.

Das Schwimmen verlief in zwei Runden im See - ohne Neoverbot. Und so schwamm keine der drei freiwillig "ohne".

Die anschließenden vier Radrunden auf Asphalt in glühender Mittagshitze ließen die Getränke in den Flaschen quasi verdunsten. Birgit hatte noch einen Kollateralschaden: ein Insekt prallte mit voller Geschwindigkeit auf die Stirn zwischen Helm und Brille - Viech tot, Stirn Beule.

Anschließend ging es auf die vier Laufrunden um den See, wobei ein guter Teil des Weges über Wiese und Schotter und zwischen schattigen Bäumen verlief. Auf der Laufstrecke sah man sich ab und an. Einmal waren alle drei auf gleicher Höhe - ein Abklatschen und weiter gings.

Schließlich konnten alle drei das Ziel glücklich durchlaufen. Heike Plück meinte noch sie hätte ohne die Mannschaft nach der ersten Laufrunde aufgehört - dafür ist eine Mannschaft dann da! Da gibt jede ihr Bestes. Und wenn's 10 Humpelkilometer sind.

Auch Steffi Branz im offenen Feld, die eine Stunde später gestartet war, konnte den Wettkampf - angefeuert von den Teamkolleginnen - in 2:34h beenden. Allerdings litt sie an "Kreislauf", als sie im Ziel ankam.

Auf einmal wurde die Siegerehrung der Seniorinnen aufgerufen - und der ASV schallte durch die Lautsprecher. Birgit war gerade in der Wechselzone beim Einpacken, Steffi bei der Verpflegung, Heike Plück zwecks Männerbelohnung durch Leichtathletik-EM schon abgereist. So war Heike Kalweit als erste auf dem Treppchen und der Rest kam nachgeflitzt und quetschte sich mit auf's Podest, wo sich zum ersten Mal in der Geschichte der Liga (so die Aussage des Moderators) drei Mannschaften punktgleich den ersten Platz teilen durften und natürlich die eine Stufe für 9 Mädels eng wurde.

Glücklicherweise waren alle recht sportlich, so dass es passte. Als Preis gab es Sekt, der dann schon mal für die Saisonabschlussfeier weggelegt wird.

Die Zeiten im Einzelnen: