24-Stunden-Schwimmen - was ist das ?

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Eine kleine Anleitung bzw. Erklärung

Bei 24-Stunden-Schwimmen geht es darum, nicht 24 Stunden durchzuschwimmen, sondern man hat eben 24 Stunden Zeit, soviele Meter im Wasser zurückzulegen, wie man Lust hat bzw. schafft.

Es kann auch Abwandlungen wie z.B. 6-Std,.12-Std.. oder 48-Std.-Schwimmen geben.

Am Wochenende der Zeitumstellung gibt es häufig auch 25-Std.-Schwimmen. Obwohl die Zeiten von Samstag z.B. 14 Uhr bis Sonntag 14 Uhr sind, hat man eben aufgrund der Rückstellung der Zeit in der Nacht um eine Stunde insgesamt 25 Stunden Zeit zu schwimmen.

Umgekehrt ist mir aber noch kein 23-Stunden-Schwimmen bekanntgeworden.

In Moers wurde schon mehrmals ein 25-Stunden-Schwimmen veranstaltet, obwohl in der Nacht keine Zeitumstellung war.

Ablauf:

Gegen meist eine kleine Gebühr ( ca. 3 bis 5 € ) muß man sich im Eingangsbereich des Schwimmbads anmelden. Dort bekommt man eine Wertungskarte, die man dann am Beckenrand einem Bahnenzähler übergeben muß.

Dort erhält man meist eine farbige bzw. mit einer Nummer versehenen Badekappe, die man zum Erkennen für den Bahnenzähler tragen muß.

Meist gibt es eine oder zwei Bahnen für schnellere bzw. Kraulschwimmer, während die restlichen Bahnen für alle offen sind.

Zumindest tagsüber muß man sich darauf einstellen, dass die Bahnen häufig recht voll sind und zumindest die „Nichtkraulerbahnen“ mit sehr langsamen Brust-schwimmern bzw. Kindern belegt sind.

Es wird dabei „im Kreis geschwommen“, sprich man schwimmt jeweils auf der rechten Bahn und nur zum Überholen in die Mitte der Bahn bzw. bei nicht vorhandenem Gegenverkehr auf die linke Bahn.

Man kann jederzeit das Schwimmen unterbrechen, z.B. um am Beckenrand etwas zu trinken bzw. die Bahn verlassen, um eine Pause zu machen.

Bei Verlassen der Bahn verbleibt entweder die Wertungskarte bei der bisherigen Bahn oder man bekommt die Karte in die Hand gedrückt, nachdem eine Markierung gemacht wurde, wie viele Kilometer man bereits erreicht hat.

Wenn man nach der Pause wieder weiterschwimmen möchte, gibt man auf der Bahn die Wertungskarte wieder ab bzw. man meldet sich zurück.

Für bestimmte Kilometerleistungen erhält man zum Schluß Urkunden und Medaillen in Bronze, Silber oder Gold, wobei Gold meist so bei 5 km erreicht wird.

Es gibt auch Veranstaltungen, bei denen nur die Gesamtkilometerleistungen gezählt werden, aber nicht die persönlich erzielten Kilometer.                                                  Dies ist z.B. in Leverkusen ( Powern-fuer-Pänz) der Fall.

Darüberhinaus gibt es Veranstaltungen, wo lediglich Mannschaften antreten, wobei immer eine Person einer Mannschaft im Wasser sein muß, also eine reine Staffelveranstaltung über 24 Std.

Dies ist z.B. in Coesfeld der Fall, wo aber außerdem auch einige wenige Einzelschwimmer auf einer Bahn antreten, die besonders viele Kilometer machen wollen.

Manche 24-Stunden-Schwimmen finden jedes Jahr oder alle 2 Jahre statt oder werden aus besonderen Anlässen einmalig oder mit mehrjährigem Abstand durchgeführt.

Geehrt werden zumeist die Schwimmer mit den höchsten Kilometerleistungen, die jüngsten und ältesten Teilnehmer.

Außerdem kann es z.B. den Late-Night-Pokal geben, bei dem z.B. derjenige geehrt wird, der von 22 – 4 Uhr die meisten Kilometer absolviert.

Die veranstalter bieten meistens etwas zum Essen und Trinken an, was man gegen relativ zivile Preise erwerben kann.

Meist ist dieses Angebot aber in den Nachtstunden nicht vorhanden.

In den Sommermonaten werden diese Veranstaltungen zumeist in Freibädern durchgeführt, ansonsten in Hallenbädern.

Eine besondere Veranstaltungen ist das Day & Night in Münster, wo alle 2 Jahre in der „Alten Fahrt“, einem Nebenarm des Dortmund-Ems-Kanals geschwommen wird.

Hier darf man auch in Neoprenanzügen geschwommen werden, was ansonsten bei diesen Veranstaltungen verboten ist.

Dazu steht eine 500m-Bahn zur Verfügung, so dass man pro Runde einen Kilometer geschwommen ist.

 

Diese Veranstaltung findet alle 2 Jahre statt, der nächste Termin ist am 20./21.06.2015.